Berufserkundung mit "Handicap"


Eine Reise mit Handicap - Mit dem Rollstuhl unterwegs

 

Die Klassen 8 unternahmen im Fach „Natur und Technik“ am 26.10.2011 eine Fahrt nach Geradstetten. Ziel war das Ausbildungszentrum Bau, welches mit Zug und S-Bahn erreicht werden sollte.Als verantwortlicher Lehrer hatte ich mich besonders auf die Anfahrt vorbereitet, denn einer der Teilnehmer in der Klasse ist Rollstuhlfahrer.

So wurde im Vorfeld geklärt, dass: - der Backnanger Bahnhof über einen Aufzug verfügt - dieser zur Zeit funktionsfähig ist - in den Zügen der Deutschen Bundesbahn in einem Wagen eine Rampe für Rollstühle vorhanden ist - das Ausbildungszentrum Bau mit dem Rollstuhl befahren werden kann. 

 

Außerdem wurde über das Rote Kreuz ein Betreuer organisiert, der unserem Rollstuhlfahrer half (Freiwilliger im FSJ). Der Rollstuhlfahrer selbst organisierte den Transport vom Bize „Weissacher Tal“ zum Backnanger Bahnhof mit einem Taxi. 

Da sollte dann eigentlich nichts mehr schief gehen. Die Schüler befanden sich bereits auf dem Bahnsteig 2/3 in Backnang, als der Taxifahrer ankam und mitteilte, dass gerade der Bahnsteig 2/3 nicht mit dem Aufzug erreicht werden kann. Also schleppten wir zu viert den schweren Elektrorollstuhl mit Fahrer die lange Treppe hoch. Bald danach kam auch schon der Zug, an dem nicht zu erkennen war, wo denn nun die Rampe für den Rollstuhl ist. Schließlich gab der Lokomotivführer Auskunft, dass dieser Zug nicht über eine solche Rampe verfügt und wir den Rollstuhl in den Zug heben müssten. Auf den Hinweis, dass der Rollstuhl schwer und breit und der Einstieg zu den Waggons in der Mitte durch eine Metallstange unterteilt ist, stieg der Lokomotivführer aus, um zu helfen. Er suchte einen geeigneten Waggon aus und demontierte die störende Mittelstange. Trotzdem war es sehr schwierig, Rollstuhl mit Fahrer hinein zu tragen. Wir verloren dabei ein Fußteil und unser Schüler drohte kurzzeitig nach vorne aus dem Rollstuhl zu kippen. Schließlich waren alle an ihrem Platz und der Zug konnte abfahren. 

Im Zug war uns dann ein Bahnmitarbeiter, der privat unterwegs war, behilflich. Er befragte uns nach unserer weiteren Strecke und riet uns davon ab, in Waiblingen umzusteigen - denn: Zur Zeit ist der Aufzug am Gleis 6 im Waiblinger Bahnhof außer Betrieb - und genau dort wollten wir ankommen. Auch von Bad Cannstatt wurde uns abgeraten: dort hat die DB kein Serviceteam. Der privat reisende DB-Mitarbeiter wollte für uns im Hauptbahnhof das Serviceteam bestellen. Leider hatte er mit seinem Mobiltelefon keinen Empfang. Er riet mir, bei Einfahrt in das Gleisvorfeld selbst die Nummer 0711- .......... zu wählen und das Serviceteam zu bestellen. 

Inzwischen erinnerte ich mich daran, dass ich als Lehrer auch noch andere Schüler zu beaufsichtigen hatte und informierte diese über den veränderten Umstiegsort (Hauptbahnhof). Beim nächsten Halt kam der Lokomotivführer nach hinten und erkundigte sich nach uns. Nachdem ich ihm berichtete, dass das Serviceteam im Hauptbahnhof bisher nicht erreicht werden konnte, riet er zum Umstieg in Cannstatt mit seiner Hilfe. Wieder mussten die Schüler über einen neuen Umstiegsort informiert werden (Da der Rolli mit FSJler und Lehrkraft zwischen den Wägen im Ausstiegsbereich blieb, war der Abstand zu den anderen Schülern groß). In Cannstatt halfen dann 2 Bahnmitarbeiter beim Ausstieg (wieder musste die Haltestange demontiert werden) und wir setzten unsere Fahrt mit der S-Bahn fort. Wir mussten dabei feststellen, dass manche S-Bahnsteige in gleicher Höhe wie die Ausstiegsplattform sind, andere aber nicht.

So erreichten wir unser Ziel nach 2 Stunden und abenteuerlicher Reise. Auch der Heimweg wies manch eine Tücke auf, obwohl wir jetzt schon einige Erfahrungen hatten und alle Teilstrecken mit der S-Bahn zurücklegen wollten. Wir stellten zum einen fest, dass es für einen Ortsunkundigen sehr schwierig ist, die Zuwege für die Rollstühle zu finden. In Geradstetten verlaufen diese auf anderen Routen als die der sonstigen Reisenden. Mit knapper Not erreichte unser Team aus Rollifahrer und FSJ-ler noch die S-Bahn, nachdem sie sich zuerst verfahren hatten. In Waiblingen beim Umstieg war der Akku des Rollstuhles plötzlich leer und wir bekamen ihn mit Mühe gerade noch in die S-Bahn.

In Backnang beim Ausstieg war der Absatz zum Bahnsteig zu groß und wir verloren wieder ein Fußteil des Rollstuhls. Dieses Mal fiel das Fußteil durch die Lücke auf den Bahndamm und konnte von uns nicht mehr erreicht werden. Es lag auf dem Schotter bei den Schienen. Als die S-Bahn schließlich zurückfuhr, konnte der FSJler ins Gleisfeld springen und das Fußteil retten.......

 

Fazit: Mit dem Rollstuhl reisen bringt Abenteuer!

 

 

 

 

 

 



Auf dem Weg zur Ausbildungsfähigkeit


OiB bedeutet "Orientierung in Berufsfeldern" und begleitet die Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis Klasse 9 auf ihrem Weg zur Ausbildungsfähigkeit.

Ansprechpartner für das OiB-Programm sind:

Herr Krautter

Herr Toth (Schulsozialpädagoge)

 

OiB am Bize bedeutet:

 

- Berufsfelder und Berufsbilder kennen lernen

- Berufsparcour - Talente entdecken, Fähigkeiten trainieren

- Arbeitsplatzerkundungen, Betriebsbesichtigungen

- Biografisches Planspiel "Ready - Steady - Go"

- Bewerbungstraining

- Aktionstag Berufswelt, Girls day

- Betriebspraktika

- Berufsinformationsveranstaltung (BIV) am Bize

- Besuche im BIZ Waiblingen

- Berufsberater im Unterricht und Einzelberatung

- Hilfen bei der Lehrstellensuche und Bewerbung

- Zusammenarbeit mit den Eltern, OiB - Elternabende

 

Wichtige Termine in Klasse 8 im Schuljahr 2011/12

 

 

 



Berufsparcour 2011


In der Themenwoche fand am Dienstag, den 07. Juni 2011 ein Berufsparcours für die Klassen 7i und 7k statt. In verschiedenen Stationsaufgaben aus der Praxis des jeweiligen Berufsbildes erprobten sich die Schülerinnen und Schüler und lernten so ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten  kennen

 

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Planspiel "Ready-Steady-Go" am 2.März 2011


Am Mittwoch, 2. März, und am Donnerstag, 3. März, führten das Bildungszentrum Weissacher Tal und der Deutsche Gewerkschaftsbund wie jedes Jahr das Planspiel "Ready-Steady-Go" zur Berufsorientierung durch. Die Klassen 8i und 8k der Werkrealschule und erstmalig alle 9. Klassen der Realschule nutzten dabei die Gelegenheit, sich realitätsnah in Bewerbungsgesprächen zu üben.

 

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