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Soziale Verantwortung lernen

Insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 aus den Abteilungen Realschule und Gymnasium des Bildungszentrums Weissacher Tal erhielten am vergangenen Mittwoch ihr Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme am Junior-Schülermentorenprogramm des EJW, BDKJ und Kultusministeriums Baden-Württemberg.

In jeweils 15 Stunden Theorie und Praxis wurden die Schülerinnen und Schüler des Bize zu Junior-Schülermentoren ausgebildet. Dabei lernten sie neben der Planung und Durchführung verschiedener Projekte auch viel über die Faktoren, die das Zusammenleben in einer Gruppe bestimmen: Rollenverhalten, Teamarbeit und das Bewältigen von Konflikten sind nur einige Bereiche, die in der Theorieausbildung thematisiert wurden.

Spannend wurde es dann v.a. in der zweiten Phase des Programms, als es darum ging, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Dabei lernten die Teilnehmer ganz nebenher, dass man nur dann erfolgreich zusammenarbeiten kann, wenn man Absprachen trifft und diese auch einhält. Die Theorie war plötzlich nicht mehr trocken, sondern praktisch erfahrbar.

Die Bandbreite der gewählten Projekte war groß: Einige Schülerinnen und Schüler organisierten eine Disko für die Unterstufe am Bize, eine zweites Team engagierte sich bei einem Projekt zur Wiederverwertung von alten Handys, einige brachten sich in der Vorbereitungsklasse für Flüchtlingskinder ein, und wieder andere trafen sich regelmäßig mit einer Mädchengruppe, um mit ihnen verschiedene Back-bzw. Bastelaktionen durchzuführen. So unterschiedlich die Projekte waren, so einstimmig fällt das Fazit der Teilnehmer aus: Keiner möchte die gemachten Erfahrungen missen und empfehlen das Programm uneingeschränkt weiter. Doch nicht nur die Teilnehmer profitierten von diesem Programm, sondern auch die Schülerinnen und Schüler des Bize, die v.a. die Unterstufendisko in guter Erinnerung behalten werden: „Das war eine tolle Sache“, erinnert sich Schulleiter Christoph Mohr.

So mancher Teilnehmer des Mentorenprogramms wagte sich dabei bewusst aus seiner normalen „Komfortzone“ heraus, indem er sich beispielsweise traute, vor einer größeren Gruppe zu sprechen oder bewusst den Kontakt mit anderen Kulturen zu suchen. Für die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Teilnehmer ist dies von großer Bedeutung, und so erwägen viele von ihnen, den Folgelehrgang zu besuchen. Mit ihrem Zertifikat stehen ihnen auf jeden Fall schon jetzt die Türen offen, in der Jugendarbeit der Kirchen, Schulen und Kommunen mitzuarbeiten.

Die Schulleiter Christoph Mohr und Jürgen Wörner dankten Anja Faißt vom Evangelischen Jugendwerk Backnang und Monika Schwartz, Religionslehrerin und Schulseelsorgerin am Bize, für die Durchführung des Lehrgangs und überreichten den stolzen Schülerinnen und Schülern ihre Zertifikate.

Das Schülermentorenprogramm wurde 1997 etabliert und ist seitdem eine wichtige Säule der Kooperation von Schule und Jugendarbeit. Getragen wird das Programm von verschiedenen kirchlichen Organisationen wie z.B. dem Evangelischen Jugendwerk (EJW) oder dem Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ), Schirmherr ist die Kultusministerin von Baden-Württemberg.