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Studienfahrt der K2 nach Amsterdam (23.10.-27.10.2017)

Lange hatten wir auf diesen Tag gewartet. Am Montag, den 23.10.2017 um 5:45 Uhr standen alle verschlafen, aber pünktlich und mit gepackten Taschen an der Busschleife. Die Eltern wurden verabschiedet und der Bus beladen. In freudiger Erwartung machten wir uns dann gemeinsam mit den Begleitlehrern Herr Hansmann, Herr Urbild, Frau Rother und Frau Bojeczan auf in Richtung Amsterdam. Eine achtstündige Fahrt lag vor uns, doch die Zeit verging wie im Flug und bei der Einfahrt in die Niederlande wurde froh zum wiederholten Mal das Lied „Traum von Amsterdam“ angestimmt. Die Stimmung war also gut.

In Amsterdam, genauer gesagt in Sloterdijk, wo unser Hotel lag, angekommen, hatten wir zunächst etwas Zeit, um uns in unseren Mehrbettzimmern einzurichten und etwas frisch zu machen. Danach ging es mit einer Tram in die Altstadt. Dort bekamen wir nach einer kurzen Stadtführung von Herrn Hansmann, die die wichtigsten Treffpunkte für uns sowie die Besichtigung des auf Stelzen gebauten Hauptbahnhofs beinhaltete, Zeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Erste Shops wurden gestürmt, ein kleines Volksfest besucht oder niederländische Pommes gekostet. Spät am Abend traten wir dann die fast einstündige Rückfahrt zum Hotel an.

Am Dienstag nach dem frühen Frühstück ging es wieder gemeinsam mit der Tram in die Altstadt, wo dieses Mal eine längere Stadtführung auf dem Plan stand. Bei Regen und Kälte durchforsteten wir die Stadt vom Rembrandtplein bis zum Judenviertel. Wegen des eben angemerkten schlechten Wetters wurde der Mittag spontan umgestaltet und nach einer kurzen Mittagspause konnten wir wählen, ob wir lieber die Stadt vom Wasser aus bei einer Grachtenfahrt betrachten, eines der zahlreichen Museen am Amsterdamer Museumsplein oder das Anne-Frank-Haus besuchen wollten. Auch an diesem Tag gab es am späten Nachmittag noch Zeit zur freien Verfügung, bevor dann alle müde und durchgefroren selbstständig nach und nach ins Hotel zurückkehrten.

Am nächsten Morgen ging es nach Haarlem, eine Stadt, die vor allem für ihre Hofjes (eine Art Wohnanlage mit begrünten Innenhöfen, die früher von reichen Bürgern der Stadt für Benachteiligte gebaut wurden) bekannt ist, welche wir natürlich auch zu Gesicht bekamen. Auch hier hatten wir dann über Mittag etwas Zeit, shoppen und Mittagessen zu gehen oder beispielsweise die schöne St.-Bavo-Kirche zu besuchen. Bei besserem Wetter als am Vortag machten wir danach eine zweistündige Wanderung durch die wunderschöne Dünenlandschaft des Nationalparks Zuid Kennemerland an den Strand, um dort die Sonnenstrahlen und die Ruhe vor der Großstadt zu genießen. Einige trauten sich auch ins kalte Wasser der Nordsee.

Als großes Finale wurden am Donnerstag endlich alle Klischees der Niederlande besichtigt. Neben den zahlreichen Radfahrern in Amsterdam und der unbestreitbaren Ebenheit des Landes, konnten wir uns im Freilichtmuseum Zaanse Schans ein Bild von den Niederlanden in der Zeit vor der Industrialisierung machen, was so viel bedeutete wie eine Windmühle nach der anderen zu sehen. In einzelnen Gebäuden wurde erklärt, wie beispielsweise typische Clogs (Holzschuhe) oder niederländischer Käse hergestellt werden. Die Möglichkeit dort Fahrräder auszuleihen, ließ uns alle für einige Stunden den kompletten Niederlandflair genießen. An diesem letzten Tag hatten wir den Nachmittag frei und konnten letzte Souvenirs kaufen oder den Aufenthalt gemütlich in Amsterdam ausklingen lassen.

Nach einer schönen, aber kalten Woche machten wir uns am Freitag auf den Rückweg. Dabei wurde noch eine zweistündige Mittagspause im Ort Venlo nahe der deutschen Grenze eingelegt, wo man sich als deutschsprachiger schon ziemlich heimisch vorkam. Nach einigen Staus kamen wir dann abends wieder an der Schule an, wo sich unsere Wege schnell in Richtung Herbstferien trennten.