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Unser Schüleraustausch mit Marly vom 11. bis 18. Oktober 2017

Reiseeindrücke und Logbuch unserer Schülerinnen und Schüler

Mittwoch, 11. Oktober 2017 - Auf nach Frankreich!

von Lilia und Meret, Klasse 7

Am Morgen starteten wir, 22 Schülerinnen und Schüler und zwei tolle Lehrerinnen, Frau Sonntag und Frau Mudrich, um 8:00 Uhr am BiZe. Um 12:06 Uhr passierten wir endlich die Grenze und waren in Frankreich. Wir hatten etwas Stau, uns deutschen Schülerinnen und Schülern schien das aber größtenteils nichts auszumachen, die Stimmung im Bus war nämlich super. Um 12:40 Uhr hatten wir schließlich unser Ziel Marly erreicht und lernten unsere Austauschpartner/innen kennen. Manche kannten sich bereits vom Austausch in der vierten Klasse. Wir gingen in die Mensa. Um diese Uhrzeit war mittwochs niemand mehr in der Schule, aber die Eltern hatten für uns deutsche und französische Schülerinnen und Schüler ein herrliches Buffet zusammengestellt. Danke an dieser Stelle!. Nun ging es gemeinsam in die Sporthalle, um sich bei Spiel und Spaß besser kennenzulernen. Danach wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt und „nach Hause“ gebracht. Dort lernte man sich erst richtig kennen, es wurden Spiele gespielt, zu Abend gegessen, die Mitbringsel ausgepackt und ein Lebenszeichen an die Eltern zuhause gesendet. Jede Familie gestaltete den ersten Abend anders und es war interessant, sich in einer ganz anderen Familie und Kultur einzufinden. Das war ein guter Beginn unserer Frankreichwoche!

Donnerstag, 12. Oktober 2017 - Ein Tag in Luxemburg & Neufchef

von Daniel und Dominik, Klasse 7

Wir fuhren um 8:30 Uhr von Frankreich ab nach Luxemburg. Als wir ankamen, wurden wir freundlich von unserer Stadtführerin empfangen und durch Luxemburg geführt. Dabei erfuhren wir, dass die Idee eines gemeinsamen Europas in Luxemburg geboren ist. Anschließend durften alle in Vierergruppen frei in der Innenstadt herumlaufen. Wir aßen unser Mittagessen und besichtigten die Stadt. Dabei sahen wir einen „echten“ Soldaten und jeder von uns war auf dem „schönsten Balkon Europas“, dem Chemin de la Corniche, von dem aus man einen wunderschönen Blick auf die Stadt hat (s.Bild).

Danach fuhren wir weiter nach Neufchef. Dort angekommen besuchten wir das Bergwerk (s. Bild) und bekamen noch eine spannende Führung; die Deutschen auf deutsch und die Franzosen auf französisch, wie in Luxemburg. Um ungefähr 18:00 Uhr kamen wir wieder bei unseren Gastfamilien an, und jeder Deutsche fuhr mit seinem Franzosen Roller oder Fahrrad oder spielte Computer oder machte etwas anderes.

Freitag, 13. Oktober 2017 - Ein Tag an der Schule

von Marlen, Hannah und Lilli, Klasse 7

Nachdem alle an der Schule (s. Bild) eingetroffen waren, warteten wir auf dem Pausenhof vor der Schule, bis wir in das Gebäude eingelassen wurden. Wir sahen, dass die Schule ganz anders ist als bei uns in Deutschland: Z.B. ist der Pausenhof eingezäunt und man kommt nur in die Schule hinein, wenn man sein carnet de correspondance vorzeigt oder den Code am Eingang weiß, den allerdings nur die Lehrer kennen. Als erstes gingen wir Deutsche mit unseren Lehrerinnen in ein eigenes Klassenzimmer, wo wir unsere Erlebnisse vom Vorabend in der Familie erzählten. Anschließend wurden wir in Dreier- oder Vierergruppen in die entsprechenden Unterrichtsräume in verschiedenen Klassenstufen aufgeteilt. Nach der sechsten Stunde gingen wir mit unseren Austauschpartnern in die Kantine oder nach Hause. Bis 14:00 Uhr hatten wir Mittagspause und danach einen Besuch im Atelier Sprachanimation, in dem wir in Gruppen Zungenbrecher auf Deutsch und Französisch einübten. Wir probten auch ein deutsch-französisches Lied für die Abschlussfeier am Dienstag. Um 16:00 Uhr genossen wir dann wieder die Abendgestaltung und das Abendessen in den Gastfamilien.

 

Samstag & Sonntag,  14./15. Oktober 2017 – Das Wochenende in meiner Gastfamilie

von Fabian, Klasse 8

Da die anderen wahrscheinlich schon ausführlich über die anderen Tage berichtet haben, widme ich mich dem Wochenende. Als ich morgens um 9:00 Uhr von meinem Austauschschüler Noah geweckt wurde, machte ich mich auf ein ereignisloses Wochenende gefasst. Deswegen war ich etwas überrascht, als meine Gastfamilie mit mir zur Maginot-Linie fuhr. Ich bin recht gut in Geschichte, deswegen kannte ich die Maginot-Linie. Für die, die nicht wissen, was die Maginot-Linie ist: Nach dem Ersten Weltkrieg bauten die Franzosen eine gigantische Verteidigungslinie bestehend aus Bunkern, Geschützen und Kasernen von der schweizerischen bis zur belgischen Grenze, um ihr Land auf einen Krieg gegen Deutschland vorzubereiten. Wir besuchten die älteste und größte Anlage der Linie, den Hackenberg. Er wurde von 1929 bis 1939 errichtet. Wir machten dort eine deutsche Führung. Der Bunker war sehr groß, er war ungefähr 4 km lang. Zuerst besuchten wir die Munitionslager, Kantinen, Waschküchen, Filteranlagen und Generatoren. Die Generatoren waren noch in Betrieb und sehr laut. Anschließend besuchten wir die ehemaligen Kasernen. Dort sind heute dutzende Waffen und Uniformen ausgestellt. Danach fuhren wir mit der Grubenbahn ca. 10 min lang zu Block 9. Dort hatte es Ende 1944 Kampfhandlungen gegeben. Zuerst wurde uns ein Geschützturm in Aktion gezeigt, dann liefen wir wieder aus dem Bunker heraus und schauten uns die vielen Geschütze von oben an. Zum Schluss fuhren wir aus dem Bunker heraus.

Am Sonntag machten wir einen kleinen Spaziergang im Stadtpark von Metz und eine Tretbootfahrt auf der Mosel. Wir haben noch ein kleines Eis gegessen, und es war sehr ruhig und schön.

Montag, 16. Oktober 2017 – Ein Tag in Nancy

von Franzi und Rebecca, Klasse 7 

Am Montag sind wir nach Nancy gefahren. Unsere französischen Austauschschüler waren mit dabei. In Nancy hatten wir eine französische und eine deutsche Führung durch die Altstadt. Die Führerin erzählte viel von Königen wie Ludwig XV. und Prinzessinnen und der Stadt allgemein und dem Leben in der Stadt früher. Danach hatten wir Freizeit in der Stadt, in der wir unsere Lunchpakete essen und in Gruppen mit den Austauschpartnern zusammen in der Stadt herumlaufen konnten. Danach sind wir zur Schokoladenfabrik gefahren, worauf wir uns schon alle sehr gefreut hatten. Dort angekommen, wurden wir von einem sehr netten Mann empfangen, der uns zugleich in die Schokoladenfabrik führte. Wir setzen uns auf Bänke, um zu sehen, was er uns vorführte. Frau Mudrich durfte als einzige zu ihm, damit sie für die deutschen Schüler übersetzen konnte. Es war sehr spannend und alles sehr lecker. Wir durften verschiedene Süßigkeiten probieren. Er hat uns die Geschichte der Nonnen erzählt, die die Macarons (eine Art Keks) erfunden haben. Am besten war, als er die flüssige Bonbonmasse auf dem Tisch verstrich und mit einem Gitter die einzelnen Bonbons herausstach. Als die Vorführung zu Ende war, haben wir uns noch alle etwas im Shop gekauft und dann ging es auch schon wieder mit dem Bus zurück nach Marly. Wir wurden dort von unseren Gasteltern abgeholt.

 

Dienstag,  17. Oktober 2017 –Ein Tag in Metz & Sprachanimation

von Dorothea, Lea, Louise und Alissa, Klasse 7 und 9

 

Am Dienstag fuhren wir nach Metz. Als wir in Metz ankamen, liefen wir zum Place d’Armes. Dort schauten wir als erstes die Kathedrale an. Sie ist eine der schönsten und größten gotischen Kirchen Frankreichs. Sie hat Glocken, die bis zu elf Tonnen schwer sind, und ein riesiges Dachgewölbe. Die Fenster sind einmalig bunt und künstlerisch. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, in die Kathedrale zu gehen. Auf dem Place d’Armes war auch das Rathaus von Metz. Danach hatten wir eine Stadtführung in einem kleinen Zug, in dem wir viele Informationen über Metz bekamen. Wir sind an verschiedenen Sehenswürdigkeiten vorbeigefahren: z.B. am Patrizierhaus und einem Kloster, das heute ein Museum ist und dessen Fassade Ende des 19. Jahrhunderts erneuert wurde.

Hinten am alten Kloster ist ein angebauter Getreidespeicher aus dem 15. Jahrhundert.

In Metz begann alles mit dem Volk der Mediomatriker, die sich in Metz niederließen. So entstand eine Stadt, die heute knapp 120 000 Einwohner hat. Metz war Hauptstadt der früheren Region Lothringen. Jetzt gehört Metz zur Region Grand Est. Später hatten wir noch Zeit in der Stadt. Für den Nachmittag gingen wir zurück zur Schule. Dort trafen wir unsere Austauschpartner und bereiteten gemeinsam mit ihnen den Abend vor, an dem auch die Eltern teilhaben konnten. Gemeinsam lernten wir erst noch einmal die Zungenbrecher, die wir später bei einem Empfang mit Gasteltern und Bürgermeister aufsagen sollten. Dann probten wir ein kleines Dankeslied, das wir auch vorsingen durften. Die Eltern brachten alle leckeres Essen mit und so wurde der Abend schön gemütlich und hat auch sehr Spaß gemacht.

Zum Schluss noch ein Dankeschön für die finanzielle Unterstützung an das Deutsch-Französische Jugendwerk, das auch viele Programme zum individuellen Schüleraustausch anbietet.